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LYRICS


END IN ITSELF
(written 2000/recorded 2002/revised 2005)
(additional german lyrics by Heinrich Heine/1797-1856)


beneath these shady trees
i’m yours and you are mine
and summer’s shimmering heat
slows down the course of time
you’ve ways to make me smile
and ways to make me sad
and it’s more like dreaming
another dream

can’t make myself forget
presentiments of fate
this place invaded by
a mob on a crusade
still there’s depressing thoughts
and panic in my eyes
and it’s more like dreaming
an evil dream

bow down to you
no, i won’t
bow down to you
no, i won’t
a blood pilgrimage here
that just ends in itself
the rats are on their way
somewhere they’ve gone astray

i’d seen the clouds of dust
before i understood
the herd had trampled down
my life’s work underfoot
we ran for our lives
to reach the city walls
and it’s just like dreaming
an unreal dream

bow down to you
no, i won’t
bow down to you
no, i won’t
a brute procession here
that just ends in itself
the rats are on their way
they’re ready for the fray

[Quotation: Heinrich Heine, "Die Wanderratten"]
Es gibt zwei Sorten Ratten:
Die hungrigen und satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
Die hungrigen aber wandern aus.

Sie wandern viel tausend Meilen,
Ganz ohne Rasten und Weilen,
Gradaus in ihrem grimmigen Lauf,
Nicht Wind noch Wetter hält sie auf.

Sie klimmen wohl über die Höhen,
Sie schwimmen wohl durch die Seen;
Gar manche ersäuft oder bricht das Genick,
Die lebenden lassen die toten zurück.

Es haben diese Käuze
Gar fürchterliche Schnäuze;
Sie tragen die Köpfe geschoren egal,
Ganz radikal, ganz rattenkahl.

Die radikale Rotte
Weiß nichts von einem Gotte.
Sie lassen nicht taufen ihre Brut,
Die Weiber sind Gemeindegut.

Der sinnliche Rattenhaufen,
Er will nur fressen und saufen,
Er denkt nicht, während er säuft und frisst,
Dass unsre Seele unsterblich ist.

So eine wilde Ratze,
Die fürchtet nicht Hölle, nicht Katze;
Sie hat kein Gut, sie hat kein Geld
Und wünscht aufs neue zu teilen die Welt.

Die Wanderratten, o wehe!
Sie sind schon in der Nähe.
Sie rücken heran, ich höre schon
Ihr Pfeifen - die Zahl ist Legion.

O wehe! wir sind verloren,
Sie sind schon vor den Toren!
Der Bürgermeister und Senat,
Sie schütteln die Köpfe, und keiner weiß Rat.

Die Bürgerschaft greift zu den Waffen,
Die Glocken läuten die Pfaffen.
Gefährdet ist das Palladium
Des sittlichen Staats, das Eigentum.

Nicht Glockengeläute, nicht Pfaffengebete,
Nicht hochwohlweise Senatsdekrete,
Auch nicht Kanonen, viel Hundertpfünder,
Sie helfen Euch heute, Ihr lieben Kinder!

Heut helfen Euch nicht die Wortgespinste
Der abgelebten Redekünste.
Man fängt nicht Ratten mit Syllogismen,
Sie springen über die feinsten Sophismen.

Im hungrigen Magen Eingang finden
Nur Suppenlogik mit Knödelgründen,
Nur Argumente von Rinderbraten,
Begleitet mit Göttinger Wurst-Zitaten.

Ein schweigender Stockfisch, in Butter gesotten,
Behaget den radikalen Rotten
Viel besser als ein Mirabeau
Und alle Redner seit Cicero.
[Quotation end: Heinrich Heine, "Die Wanderratten"]

now i’m imprisoned here
all renegades are gone
and to this conquered town
sweet anarchy has come
they’ve ways to make me talk
and ways to keep me quiet
and it’s more like dreaming
an awful dream

bow down to you
no, i won’t
bow down to you
no, i won’t
a power obsession here
that just ends in itself
the rats are on their way
they fill us with dismay

beneath these shady trees
the banishment remains
and summer’s shimmering heat
lies on my rusty chains
they have disposed of me
like slavers treat the sick
and it’s more like dreaming
a fading dream


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